DNA Besucherlabor


(Musik) Herzlich Willkommen im Besucherlabor des Deutschen Museums. Wir werden heute einen richtigen molekularbiologischen
Versuch zusammen machen mit der Pipette, dem wichtigsten
Hilfsmittel eines Molekularbiologen. Und zwar werden wir heute die DNA isolieren aus den eigenen Mundschleimhautzellen
und jeder kann die in einem kleinen Gefäß mit nach Hause nehmen und ich werde oft gefragt ob man sich daraus klonen lassen kann. Ganz theoretisch ja, aber die ist ein bisschen unsauber. Also wenn man sie noch weiter aufreinigt, dann schon, aber so leider nicht. Ich verteile jetzt als erstes mal kleine Reaktionsgefäße. Da ist Wasser drinnen und wenn jeder von euch einfach nur ausspucken würde, hätte man nicht genügend Mundschleimhautzellen. Deswegen spülen wir den Mund ganz gründlich mit Wasser aus und ich würde als erstes jeden bitten auch den Namen drauf zu schreiben, dass wir dann die DNA-Proben nicht verwechseln. Dann starten wir jetzt mit unserem Experiment. Wir müssen als erstes die Mundschleimhautzellen gewinnen. Dafür müssen wir jetzt ganz vorsichtig auf den Wangeninnenseiten kauen, so … für ungefähr eine halbe Minute. (Musik) Nach der halben Minute nimmt dann jeder das Röhrchen in die Hand, schraubt das auf und nimmt das Wasser in den Mund und spült dann ganz ganz kräftig aus
und spuckt in den Becher, der an den Plätzen steht. (Musik) Jetzt arbeiten wir zum ersten Mal mit der Pipette und dafür würde ich alle bitten sich mal so eine Pipette mit einem blauen Köpfchen erstmal zu nehmen. Die Pipette hält man so, dass man
diesen Bügel über den Zeigefinger hängt und dann kann man ganz bequem mit
dem Daumen pipettieren. Und da die Pipette unterschiedliche Volumen einsaugen muss, gibt es an der Seite einen Display. Man kann hier oben mit dem Rädchen einstellen welches Volumen man pipettieren möchte und wir brauchen jetzt tausend Mikroliter, das heißt einen Milliliter. Als nächstes müssen wir auf die
Pipette eine Pipettenspitze aufsetzen und es ist wichtig, dass man die Pipettenspitzen nicht mit den Fingern anfasst, damit die nicht kontaminiert werden. Sondern man steckt einfach die Pipette hier in so eine Spitze rein und dann hat man sie schon aufgesetzt. Als nächstes pipettieren wir die Spucke aus dem Becher in das Röhrchen rein. Und zwar ist es jetzt wichtig, dass man
immer erst hier den Kolben runterdrückt, dann in die Flüssigkeit rein geht und dann den Kolben ganz langsam loslässt. Dadurch saugt sich die Flüssigkeit hier rein, dann kann man das einfach in das Röhrchen rein pipettieren und das macht man jetzt so lange bis die ganze Spucke aus dem Becher in das Röhrchen reinpipettiert worden ist. (Musik) Als nächstes müssen wir die Zellen aufbrechen. In dem Röhrchen befindet sich jetzt eine Mischung aus Zellen, Speichel und Wasser. Das Ganze machen wir mit einem sogenannten Lysepuffer. Der Lysepuffer befindet sich auf den jeweiligen Plätzen und wir brauchen bitte zwei Milliliter aus dem Gefäß in das Röhrchen rein, das heißt zweimal diese tausend Mikroliter die gerade auf der Pipette eingestellt sind. (Musik) Jetzt habe ich noch eine Protease. Eine Protease macht Enzyme kaputt, macht Proteine kaputt. Wir geben das jetzt dazu, da die DNA um Histone gewickelt ist und die wollen wir kaputt machen, damit wir wirklich nur nachher die reine DNA isolieren. Genau und dann einfach wieder mit einer
neuen Spitze diese Protease dazu pipettieren. Jetzt müssen wir noch die Bestandteile in dem Röhrchen mischen und zwar machen wir das, in dem wir das Röhrchen ganz vorsichtig drei- viermal schwenken. Dann stellen wir jetzt die Proben hier für ein paar Minuten in das warme Wasserbad, weil die Protease ist ein Enzym, das aus einem wärmeliebenden Bakterium isoliert wurde und die arbeitet einfach besser bei 50 Grad. Deswegen darf mir jetzt jeder hier seine
Probe in das Wasserbad bringen bitte. Dann haben wir jetzt die Proben drinnen
und in diesen fünf bis zehn Minuten werden sich jetzt die Zellen lysieren durch die Zugabe von dem Lysepuffer und auch die Proteine werden zersetzt, sodass wir danach nur noch einen
einzigen Schritt machen müssen, um wirklich die DNA sehen zu können
und dafür benutzen wir eisgekühlten Ethanol. Der kommt jetzt gleich zu den Proben, die
wir aus dem Wasserbad wieder rausholen werden. Der ist 96 – prozentig und vergällt, das
heißt dass es ist ein Laborethanol und wir werden so viel Ethanol zu der Probe dazu geben bis das Röhrchen fast voll ist. (Musik) Schöne DNA! Als letzten Schritt werden wir jetzt die DNA noch mal umfüllen. Unser Kurs heißt ja “DNA isolieren und mitnehmen”. Damit man die mitnehmen kann, werden wir die von diesem Falcon Gefäß noch mal umfüllen in so ein kleines Gefäß, so eine Art Phiole, das man dann anschließend auch wie eine
Kette um den Hals tragen kann. (Musik) Dann möchte ich mich jetzt an dieser Stelle noch mal bei allen ganz herzlich bedanken für die Teilnahme an dem Kurs. Ich hoffe es hat allen Spaß gemacht und
alle haben ein bisschen was gelernt. Ich wünsche noch einen schönen Tag im Deutschen Museum und vielleicht sehen wir uns mal wieder zu einen anderen Kurs. (Musik)

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