Genesis 10-12 Descendants of Noah to the Tower of Babel


Wir beginnen Kapitel 10 mit den Worten: „Dies ist der Stammbaum von Sem, Ham und Jafet, den drei Söhnen von Noah. Nachdem die Flut vorüber war, bekamen sie selbst auch zahlreiche Söhne.“ Und Vers 2 beginnt er mit Jafets Nachkommen: „Jafets Söhne hießen: Gomer, Magog, Madai, Jawan, Tubal, Meschech und Tiras. Von Gomer stammen Aschkenas, Rifat und Togarma ab; von Jawan: (ich muss gerade den genauer ansehen Elischa-aa, Elischa-aa, Elischa-aa, meine Güte… er klingt wie einer dieser Versuche, sucht euch eine Version aus.) Tarsis, die Kittäer und die Rodaniter. Jawans Nachkommen breiteten sich in den Küstenländern und auf den Inseln aus. Sie wuchsen zu Völkern heran, die in Sippen zusammenlebten. Jedes Volk hatte sein eigenes Gebiet und redete eine eigene Sprache.“ Und hier steht, jedes Volk mit seiner eigenen Sprache. Diese Aussage ist nicht an einen Zeitpunkt gebunden. In unserer Chronologie der Geschichte hat Gott die Sprachen noch nicht durcheinandergebracht. Er wird es noch tun. – Dies hier ist, – nun, seid ihr bereit für eine 100 Euro-Wort? Wir nennen es „anachronistisch“. Kannst es ja auf die Hand deines Nachbarn schreiben. Anachronistisch bedeutet, dass man eine Aussage macht, die aber zeitlich falsch eingeordnet ist. Es ist also nicht in der richtigen zeitlichen Reihenfolge passiert, wie wir es heute wissen. Aber in Vers 5 steht der lange Satz über die Nachkommen Jafets, die sich in den Küstenländern niederließen – Und (maritim – zur See gehörig) bedeutet, dass sie Boote hatten und segelten. Das wiederum bedeutet, dass sie sich sehr schnell verbreiteten. Und wir werden noch sehen, dass sehr viele dieser Menschen nach Europa kamen. Ich habe hier eine Karte für euch, damit ihr das mal sehen könnt. Und dann kommen wir zu Hams Söhne: „Hams Söhne waren: Kusch, Mizrajim, Put und Kanaan.“ Ihr erinnert euch, dass Kanaan derjenige ist, der den Noah verflucht hatte. „Von Kusch stammen ab: Seba, Hawila, Sabta, Ragma und Sabtecha; von Ragma: Saba und Dedan. Kusch hatte noch einen Sohn mit Namen Nimrod. Er war der erste große Kämpfer auf der Erde. Vor dem HERRN galt er als ein unerschrockener Jäger. Darum gibt es noch heute das Sprichwort: (Es gab offensichtlich ein Sprichwort über Nimrod) »Er gilt vor dem HERRN als ein so unerschrockener Jäger wie Nimrod.« Ich möchte hierbleiben und noch etwas mehr über Nimrod sagen, denn wir werden noch mehr über ihn lesen, wenn es im nächsten Teil über den Turm zu Babel geht. Wir werden erfahren, dass dies das Land, der Landstrich ist, wo Nimrod seine Städte gründete und ein mächtiger Mann wurde. Und – es gibt hier einige sehr interessante Aussagen. Nicht nur das, aber es gibt auch noch einige andere Nicht-biblische Texte über diesen Mann – ich werde sie euch gleich zeigen – aber er war ganz offensichtlich eine sehr mächtige Führungsperson. Und wir erfahren von einigen außerbiblischen Schriften, wie wir sie nennen – es bedeutet schlicht, dass es ein historisches Dokument oder Text, das nicht aus der Bibel stammt. Wir erfahren, dass Kanaan der Begründer seines eigenen Religionssystems war – weil er leidenschaftlich gegen Gott rebellierte. Jüdische Übersetzer, bis zum Jahr 100 v.C., übersetzten den Ausdruck „unerschrockener Jäger vor dem Herrn“ – so steht es vielleicht in deiner Bibel – ich habe nicht alle verschiedenen Übersetzungen überprüft – aber, vor allem jüdische Übersetzer
übersetzten diesen Ausdruck „unerschrockener Jäger VOR dem Herrn“ als „ein unerschrockener Jäger ZUM TROTZ gegen Gott“. Dies deutet seinen Widerstand Gott gegenüber an. Nicht wahr, wie sagen das doch heute noch: „Jemanden aufregen“ so, du kommst nach Hause und erzählst deiner Familie: „Oh, dieser Typ auf der Arbeit hat mich vielleicht aufgeregt heute. Oder einer der Kunden…“ Und wir benutzen diesen Ausdruck, auszudrücken, dass uns gegenüber widerwillig war oder Widerstand gezeigt hat. Und nochmal, dieses Sprichwort könnte auch folgendermaßen übersetzt werden: Ein unerschrockener Jäger ZUM TROTZ gegen Gott. Und einige rabbinische Geschichtsschreiber haben sogar den Namen „Nimrod“ mit dem Begriff „Rebell“ in Zusammenhang gebracht. Nun, der jüdische Geschichtsschreiber Josephus, aus dem ersten Jahrhundert, gibt uns einige wirklich interessante Informationen. Ich werde euch einige davon vorlesen. Ich dachte, ihr findet es vielleicht auch so interessant. Ich lese es nur so vor. So, dies ist also Josephus, einige von euch wissen schon, wer Josephus ist. Seine Schriften sind bis heute erhalten. Er lebte im ersten Jahrhundert n.C. Und das schreibt er: „Es war Nimrod, der sie wegen seiner Beleidigungen gegen Gott und seiner Verachtung so in Aufregung versetzte. Er war der Enkel Hams, der Sohn Noahs: Er war ein kühner Mann und voller Tatkraft. ER überzeugte sie, es nicht Gott zuzuschreiben, als habe Er ihnen ihr Glück geschenkt; sondern dass es ihr eigener Mut war, der ihnen Glück brachte. Er änderte die Regierung allmählich in eine Gewaltherrschaft, denn er sah keine andere Möglichkeit, die Menschen von der Furcht Gottes abzubringen und in sie von seiner Macht Abhängig zu machen. Außer dem sagte er, dass er, sollte Gott noch einmal eine Sintflut schicken, sich an Gott rächen würde. Dafür würde er einen Turm bauen, der höher sei, als jedes Wasser steigen könne; Und dass er sich persönlich für den Mord seiner Vorfahren an Gott rächen würde.“ Also, nochmal, das hat Josephus geschrieben. Er fährt fort: „Die Menschen waren nur allzu bereit, Nimrods Entschlossenheit zu vertrauen und fanden es nun feige, sich Gott zu unterwerfen. So errichteten sie einen Turm und schonten sich nicht. Weil so viele Hände am Bau mitarbeiteten, wuchs der Turm sehr schnell, schneller, als jeder es erwartet hätte. Da der Turm jedoch so dicke Wände hatte, wirkte er von außen kleiner, als wer in Wirklichkeit war. Er war aus gebrannten Ziegeln gebaut und mit Mörtel aus Bitumen zusammengesetzt, damit es nicht von Wasser beschädigt werden konnte.“ Das ist ein interessanter Gedanke. „Als Gott ihre verrückten Aktionen sah, beschloss Er, sie nicht völlig zu zerstören, denn durch den Tod der Sünder vor ihnen waren die Menschen ja nicht klüger geworden.“ Er bezieht sich wohl auf die Menschen, die durch Sintflut starben. „Aber Gott verursachte einen Aufruhr unter ihnen, indem er ihnen verschiedene Sprachen gab. Durch diese vielen verschiedenen Sprachen sollten die Menschen nicht mehr in der Lage, am Turm weiterzubauen. Der Ort, an dem der Turm gebaut wurde, heißt jetzt Babylon: Weil Gott ihre Muttersprache Hebräisch durcheinanderbrachte. ImHebräeischen bedeutet “Verwirrung” das Wort “Babel”. Ok? Das war Josephus, das sind doch interessante Einblicke, oder? Ganz besonders in Anbetracht dessen, was wir in den nächsten Kapiteln lesen werden. Aber in Vers 10, lasst uns wieder zurück zur Bibel gehen, dass der Ausgangspunkt seines Reiches – und nochmal, wir reden nun über Nimrod – „war Babylon, Erech, Akkad und Kalne, die im Land Schinar liegen.“ Nun, Schinar ist ein alter Name für die ganze Region von Babylon. Es ist heute nicht mehr sehr gebräuchlich, wenn überhaupt noch. Aber, nur dass ihr das wisst. Vers 11: „Von da aus drang er nach Assyrien vor und vergrößerte sein Reich. Dort ließ er die große Stadt Ninive bauen sowie Rehobot-Ir, Kelach und Resen, das zwischen Ninive und Kelach liegt. Von Mizrajim stammen ab: die Luditer, die Anamiter, die Lehabiter, die Naftuhiter, die Patrositer, die Kasluhiter, auf die die Philister zurückgehen, und die Kaftoriter. Kanaans ältester Sohn hieß Sidon, außerdem stammen von ihm ab: Heti (Hetiter) Jebusiter, Amoriter, Girgaschiter, Hiwiter, Arkiter, Siniter, Arwaditer, Zemariter und Hamatiter. Später breiteten sich die Sippen der Kanaaniter immer mehr aus, so dass ihr Gebiet von Sidon südwärts bis nach Gerar und Gaza reichte und ostwärts bis nach Sodom und Gomorra, Adma, Zebojim und Lescha. Diese alle sind Hams Nachkommen. Sie wuchsen zu Völkern heran, die in Sippen zusammenlebten. Jedes Volk hatte sein eigenes Gebiet und eine eigene Sprache.“ Dann Vers 21: „Auch Sem, der ältere Bruder Jafets, hatte Söhne. Er ist der Stammvater aller Nachkommen Ebers.“ Und man geht davon aus, dass das Wort „Hebräer“ von „Eber“ kommt. Und von Sem haben wir das Wort Semiten, die Juden abgeleitet. Wenn jemand gegen Juden ist, dann nennen wir sie Antisemiten – und das kommt von dem Namen Sem. Vers 22: „Sems Söhne hießen: Elam, Assur, Arpachschad, Lud und Aram. Von Aram stammen Uz, Hul, Geter und Masch ab. Arpachschads Sohn hieß Schelach, und Schelach war der Vater von Eber. Eber hatte zwei Söhne: Der eine hieß Peleg (»Teilung«), weil die Menschen auf der Erde damals entzweit wurden; der andere hieß Joktan. Von Joktan stammen ab: Almodad, Schelef, Hazarmawet (Bitte nennt niemals eins eurer Kinder so), Jerach, Hadoram, Usal, Dikla, Obal, Abimaël, Saba, Ofir, Hawila und Jobab. Sie alle sind seine Söhne. Ihr Gebiet erstreckte sich von Mescha über Sefar bis zum Gebirge im Osten. Diese alle sind Sems Nachkommen. Sie wuchsen zu Völkern heran, die in Sippen zusammenlebten. Jedes Volk hatte sein eigenes Gebiet und eine eigene Sprache.“ Der letzte Vers von Kapitel 10, Vers 32: „Die genannten Männer und ihre Familien bilden zusammen die Nachkommen von Noah. Sie sind hier nach ihrer Abstammung und Volkszugehörigkeit aufgeführt. Auf sie gehen alle Völker zurück, die nach der Sintflut auf der Erde lebten.“ Kapitel 11 beginnt: „Damals sprachen die Menschen noch eine einzige Sprache, die allen gemeinsam war. Als sie von Osten weiterzogen, fanden sie eine Talebene im Land Schinar. Dort ließen sie sich nieder.“
Nochmal, dies ist die Region, die wir Babylonien bezeichnen. „Sie fassten einen Entschluss. »Los, wir formen und brennen Ziegelsteine!«“ Und wir erfahren, dass sie Ziegel benutzten statt Steine. Und ich habe erzählt, dass es dort nicht viele Steine gab zum Bauen. „Sie riefen sie einander zu. Die Ziegel wollten wir als Bausteine benutzen und Teer als Mörtel.“ Und das ist genau so, wie Josephus es beschrieben hatte, auch wenn er ein anderes Wort dafür verwendet hatte. Er nannte es Bitumen, und dies kommt von bituminieren (asphaltieren) oder die Richtung Teer. Nun, wir wissen heute, dass diese Gegend reich an Ölquellen ist, und daher hat es den gleichen Bezug. Ich möchte euch darauf aufmerksam machen, dass, was sie in Vers 4 tun und sagen. Lasst uns aufmerksam lesen: „»Auf! Jetzt bauen wir uns eine Stadt mit einem Turm, dessen Spitze bis zum Himmel reicht!«, schrien sie. »Das macht uns berühmt. Wir werden uns nicht über die ganze Erde verbreiten, sondern der Turm hält uns zusammen!«“ Bitte markiert euch diesen Vers, wir kommen darauf noch mal später zurück. Aber wir lesen weiter in Vers 5: „Da kam der HERR vom Himmel herab, um sich die Stadt und das Bauwerk anzusehen, das sich die Menschen errichteten.“ Und das nennen wir eines Anthropomorphismus (Vermenschlichung). Das heißt, wenn da steht „der Herr kam herab“, dann heißt das nicht, dass, von wo immer er herkam, er es nicht hätte sehen können. Ein Anthropomorphismus ist im Grunde eine Aussage, die man über Gott macht, aber mit Worten, die für Menschen charakteristisch sind. so dass wir besser verstehen, was gemeint ist. Du und ich, wir müssten hingehen, um das sehen zu können, aber Gott ist überall gleichzeitig, ok? Er muss nirgendwo hingehen, um etwas zu sehen, Er hält alles, das ganze Universum, und alles was selbst darüber hinaus geht, ganz genau im Blick. Aber das steht hier so, damit wir besser verstehen, was hier eigentlich passiert. Und hier steht, was er sagt, in Vers 6: „Er sagte: »Seht nur! Sie sind ein einziges Volk mit einer gemeinsamen Sprache. Was sie gerade tun, ist erst der Anfang, denn durch ihren vereinten Willen wird ihnen von jetzt an jedes Vorhaben gelingen! Wir werden hinuntersteigen und dafür sorgen, dass sie alle in verschiedenen Sprachen reden. Dann wird keiner mehr den anderen verstehen!« So zerstreute der HERR die Menschen von diesem Ort über die ganze Erde; den Bau der Stadt mussten sie abbrechen. Darum wird die Stadt Babylon (»Verwirrung«) genannt, weil der HERR dort die Sprache der Menschheit verwirrte und sie in alle Himmelsrichtungen zerstreute.“ Ist es nicht interessant, dass wir heute immer noch sagen, wenn wir nicht verstehen, was jemand sagt, dann sagen wir: „Du babbelst! – sprich Deutsch!“ Je nachdem, welche deine Muttersprache ist. Meine ist nun mal Englisch. Oder so… Aber wir sagen auch „Hör auf zu babbeln!“ Ist das nicht interessant, dass wir diesen Begriff noch heute benutzen. Und nochmal, es bedeutet: Verwirrung – Babel Und der Grund ist, weil der Herr kam und ihre Sprache verwirrte. Könnt ihr euch vorstellen, wie dieser Tag für die Menschen gewesen sein musste? Könnt ihr euch vorstellen, in dieser Gegend Schinar gelebt zu haben? Persien? Und plötzlich – eines Tages… – naja, ich weiß nicht, ob sie plötzlich eines Tages aufwachten und eine andere Sprache sprachen, oder ob Gott es während des Tages machte, so dass du mitten in einem Gespräch mit jemandem dachtest „der babbelt“, und du versuchst mit ihm zu reden, aber für ihn babbelst du auch, weil ihr euch gegenseitig nicht versteht. Und dann realisierst du: hm, es gibt da ein paar Menschen, die mich verstehen. Und ich sie. So, dann halte ich mich mal lieber an sie. Und sie begannen sich aufzuteilen und zu trennen. Was für eine verrückte Geschichte, oder? Wie verrückt ist das? Wisst ihr, was ich an dieser Sprachverwirrung auch sehr interessant finde? Wie Gott anfängt, alles wieder zusammenzubringen. Die Teile wieder richtig zusammenzusetzen. Und er beginnt mit der Erlösungsarbeit – die dann durch Jesus Christus, unserem Herrn erfüllt wird. Wir lesen in der Apostelgeschichte, in den Kapiteln 1 und 2, dass Gott die Sprachen wieder zusammenführt. Und plötzlich sprechen sie in der Sprache des Geistes, die unabhängig davon, woher die Person stammt, die Anbetung Gottes in ihrer eigenen Sprache hören. Gott macht also nun das Gegenteil: Er bringt alle Sprachen zusammen, um sich nach den Menschen auszustrecken, damit sie die Heilsgewissheit erlangen. Denn wir wissen, und das steht auch in Apg. 2, dass sie vom Klang der vielen Sprachen angelockt wurden. Und sie fühlten sich angezogen und fragten herum: Was soll das bedeuten? Was ist hier los? Diese Männer hier sind Galiläer und wir hören, wie sie in unserer Sprache Gott anbeten!“ Und natürlich, einer machte sich natürlich lustig und meinte, sie seien ja nur betrunken. Petrus aber widerspricht und sagt: „Nein, diese Männer sind nicht betrunken, wie ihr denkt – was hier erfüllt sich, was vom Propheten Joel prophezeit wurde. Und dann verkündigt Petrus allen diesen Leuten das Evangelium. Wir lesen, dass wirklich 1000e von ihnen an diesem Tag zum Herrn kamen. Aber ist das nicht verrückt, dass Gott dieses Phänomen benutzt, Sprachen zu vereinen! Während der Sünde – – und ich persönlich glaube, um der Welt mehr Zeit zu geben, Buße zu tun und umzukehren, bevor Jesus zurückkommt. Und Jesus kam – wusstet ihr, dass Jesus genau zum richtigen Zeitpunkt kam? In der Bibel steht: Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau“, also, als die Zeit erfüllt war. Es steht auch geschrieben (Gal.4, wörtlich) „als die richtige Zeit kam, wurde Jesus von einer Jungfrau geboren und unter das Gesetz getan.“ Sodass Er jene unter dem Gesetz freikaufen könne. Als die Zeit erfüllt war. Gott wusste ganz genau, wann Jesus erscheinen musste. Also, es gab Dinge, die Er tun musste, um diesen Zeitraum auszudehnen, damit sein Plan absolut perfekt ausgeführt werden würde. Und ich glaube, dass die Verwirrung der Sprachen in Babel eine der Dinge war, die Gott tat, damit er seinen Erlösungsplan (die Zeit, die dafür notwendig war) genauestens auszuführen – und das ist natürlich, die Menschen zu erretten. Wie auch immer, hier steht noch einmal in Vers 8, wenn ihr mir folgen wollt: der Herr zerstreute sie von dort über die ganze Erde. Und sie hörten auf, die Stadt zu bauen. Und in Vers 9 werden wir erinnert, dass sie die Stadt Babel nannten, weil der Herr dort ihre Sprache verwirrt hatte. Also, worum geht es in diesem Bericht eigentlich? Ist Gott dagegen, Gebäude zu bauen? Denn, dieser Turm war absolut unglaublich. Und entschuldigt das Wortspiel aber dieser Turm war eine absolute Errungenschaft in der bisherigen Geschichte der Menschen. Aber, wisst ihr, ich glaube nicht, dass der Bau selber das Hauptproblem war. Ich glaube, es ging eher darum, WOFÜR der Turm stand. Erinnert ihr euch an Josephus, von dem ich euch vorgelesen hatte? Er behauptet, dass sie diesen hohen Turm deshalb bauen wollten, damit, falls Gott vorhatte, nochmal die Erde zu fluten, dass es sie nicht treffen würde. Ungefähr „Diesmal wird er uns nicht kriegen. Na, wartet nur ab. Wir werden diesen Turm mit Teer und Pech versiegeln“, und das war
Exakt, wie Gott Noah anleitete, wie er die Arche behandeln solle. Stimmts?
So dass kein Wasser in das Holz dringen konnte. Sie sagten also: „Wir bauen uns diesen Turm…“ Aber sie waren nicht nur wütend auf Gott, wegen dem, was er getan hatte, als er ihre Vorfahren ausgelöscht hatte. Es ging um ihre Herzenseinstellung. Die Rebellion in ihren Herzen. Schaut mit mir mal zurück in Vers 4. Hier steht, was sie sagten:
„»Auf! Jetzt bauen wir uns eine Stadt mit einem Turm, dessen Spitze bis zum Himmel reicht!«
– Hier kommt warum: Passt gut auf, das ist wichtig: »Das macht uns berühmt.“ Gott? – Nein, sie selber wollen berühmt sein. UND, schaut den zweiten Grund, warum sie den Turm bauen wollen: „Wir werden nicht über die ganze Erde zerstreut, sondern der Turm hält uns zusammen!« Wisst ihr, dass das 100% Rebellion gegen Gottes Willen war? Denn, was hatte Gott zu Noah gesagt? Er sagte: „Seid fruchtbar, vermehrt euch und bevölkert die Erde.“ Er sagte ihm, sie sollten sich auf der Erde verteilen. Stimmt’s? Sie aber wollten nicht! „NEIN, wir wollen nicht die Erde bevölkern! Wir werden uns selber berühmt machen! Wir werden nicht – Warum, in aller Welt sollen wir für diesen Gott leben, der uns mit einem Wimpernschlag auslöschen kann? Warum? Warum sollten wir für ihn leben? Warum sollten wir auf ihn hören? Meine Güte! Er hat unsere Vorfahren mit einer Sintflut getötet! Und deshalb werden wir Folgendes tun: Zuallererst lasst uns einen Turm bauen, der jeder Sintflut standhalten kann, und bis zum Himmel reicht.“ Und dann, lasst uns einen Namen von uns machen, genau hier, sodass wir nicht zerstreut werden.“ Leute, dies ist nichts anderes als reine Rebellion. Nichts weiter! Und, wisst ihr, Menschen waren immer schon rebellisch gegen Gott. Meine Güte, das hier war ja nicht das erste Mal! Aber wir haben diese aktive Rebellion fortgeführt. Gott sagt uns seinen Willen, und wir sagen: „NEIN! Das werde ich nicht tun!
Ich mache es, wie ich es will. Und ich mache es selber.“ Und damit bringen wir uns ganz klar in unglaubliche Schwierigkeiten. Aber, es ist wirklich interessant. Gott – habt ihr schon mal den folgenden Satz gehört: Gott hat uns einen Verstand gegeben und will, dass wir ihn nutzen. Nun, grundsätzlich, grundsätzlich habe ich dagegen nichts einzuwenden. Es ist eins der typischen Sprüche, die wir so sagen. Es hängt tatsächlich davon ab, wie wir es sagen. Wisst ihr:
„Ja Gott gab dir einen Verstand und ja, und er will dass du…“ Er meint, Er hofft, dass es überhaupt funktioniert. Aber wisst ihr, wenn Leute das sagen, dann meinen sie nicht das biologische Gehirn, sondern sie rebellieren. Und das macht diesen Ausspruch so gefährlich. Was sie eigentlich sagen ist: „Gott hat mir einen freien Willen gegeben. Und das werde ich tun, und es ist mir egal, was Gott denkt.“ DAS drücken sie aus. Sie formulieren es lediglich mit unterschiedlichen Worten. „Gott gab dir einen Verstand und erwartet von dir, dass du ihn nutzt.“ Weißt du, was das heißt? Es heißt: Ich will tun, was ich will. Und es ist ja eine Tatsache, dass Gott uns eine große Freiheit gegeben hat. Er hat uns viel Spielraum gegeben in unseren Entscheidungen. Verstehst du?
Weißt du, dass du diese Freiheit hast? Du hast sie hier und jetzt.
Du bist frei! Sogar Paulus sagt in 1. Korinther 6,12: „Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Ich habe diese Freiheit.
Stimmts? Gott gibt uns sehr, sehr viel Freiheit in unserem Leben hier. Aber wir haben nicht die Erlaubnis zu glauben, wir könnten Gott ersetzen. Und genau das ist es, was derjenige, der diesen Spruch sagt, meint. Wenn er sagt: „Gott hat mir einen Verstand gegeben, also werde ich ihn nutzen.“ Er sagt im Grunde: „Ich werde meinen Willen an die Stelle Gottes Willen setzen. Ich werde Gottes Gedanken durch meine Gedanken ersetzen. Ich werde Gottes Pläne durch meine Pläne ersetzen. Ich werde tun, was ICH will.“ Und dann kommen folgende Aussagen:
„Es ist MEIN Körper. Es ist MEIN Leben. Es ist MEINE Zukunft, und ich kann damit machen, was ICH will.“ Stimmts? Und die Konsequenz ist: Wir nehmen Gottes Geschenk der Freiheit weg und erklären unsere Unabhängigkeit von Gott! Und genau das geht in Babel vor sich Und deshalb geben uns Josephus‘ Schriften einige interessante Erkenntnisse, wenn wir diesen Bibeltext hier lesen. Und wir sehen, dass Gott nicht gegen den Bau von hohen Gebäuden war. Das ist schon in Ordnung. Es ist die Einstellung!
Es geht immer um die Herzenseinstellung. Und wisst ihr, dass das auch heute noch das Problem ist? Leute fragen mich: „Pastor Paul, was sagt die Bibel über dies?“ Oder: „Glaubst du, es macht Gott etwas aus, wenn ich dies tue oder wenn ich dahingehe?“ Solche Dinge.
Wisst ihr, dass die Einstellung das größte Problem ist, das Gott wichtig ist? Gott interessiert es am meisten, was in deinem Herzen passiert. Wir sind geradezu besessen von dem, was in unserem Leben passiert, anstatt uns auf unsere Beziehung zu Gott und unsere Herzenseinstellung zu konzentrieren. Und Gott sagt nur: „Weißt du, ich will dein Herz. Ich will dein Herz.“ Ich habe es den Menschen damals gesagt und sage es euch heute hier: Wenn du mit aufrichtigem Herzen vor Gott stehst,
dann kannst du keinen Fehler machen. Denn Gott wird dich auf dem Weg leiten. Denn du wirst dafür offen sein, du wirst es wollen, du wirst Gott andauernd erzählen: „Gott leite mich auf dem richtigen Weg!“ Und du wirst beten, bevor du etwas in Angriff nimmst. Stimmt’s?
Denn du willst Gottes Willen tun! Viele Menschen haben regelrecht Angst,
irgendetwas gegen Gottes Willen zu tun, sodass sie einfach gar nichts machen. Und diese extreme Vorsticht ist dann schon ungesund. Verstehst du?
Auf der einen Seite gibt es die totale Unabhängigkeit, wie wir es in Babel gesehen haben. Aber dann gibt es wieder so ängstliche Leute, sie können gar nichts tun. Sie können sich buchstäblich nicht bewegen. Weißt du, und ich habe das bei vielen Menschen gesehen. „Ich will ja nur, nur, ich will ja nur den Willen Gottes in meinem Leben soo sehr!“ Ich sage ihnen dann: „Du sitzt hier und erzählst mir von deiner Leidenschaft in deinem Herzen, nämlich Gottes Willen zu tun, stimmt’s?“ „Oh, ja! Ich will so gern Gottes Willen tun!“ „Du bist bereits, wo Gott dich haben will! Du BIST bereits dort, wo Gott dich haben will! Du willst von ganzem Herzen Seinen Willen tun!“ Also, werde nicht so ängstlich, so dass du keine Entscheidungen mehr treffen kannst und wie gelähmt bist! Vertraue, dass Gott dich leitet und führt, denn Er hat es versprochen! Er sagt es dir in Seinem Wort. Sei nicht dumm und nimm den Rat an, bleib belehrbar, bete über Entscheidungen, und mache dir Gottes Willen zur absoluten Priorität. Dann kannst du nichts falsch machen! Du kannst praktisch nichts falsch machen! OK? Denn selbst wenn du eine Richtung einschlägst, die nicht 100% richtig ist, und das tun wir alle – und übrigens: wenn du versuchst, ein Leben ohne Fehlentscheidungen zu machen – viel Glück! Denn das wird dir nicht gelingen. Aber weißt du was: Wenn du aufrichtig bist vor Gott und dann diese Fehler machst, dann wird Gott dich leiten und korrigieren, so dass wieder auf den richtigen Weg kommst. Und er macht es gern, denn du hast es nicht absichtlich gemacht! Du warst nicht rebellisch und sagtest: „Mir doch egal, was du willst, Gott! Ich will tun, was ich will! Und es ist mir doch egal, was du denkst!“
Du sagst das ja nicht! Du sagst: „Herr, ich will was du willst, ich will, dass deine Sehnsucht meine Sehnsucht wird.“ Ich meine, kannst du dir Eltern vorstellen mit einem kleinen Kind. Und dieses Kind will unbedingt da entlang gehen, wo die Eltern gehen. Und dann macht das Kind einen falschen Schritt. Glaubst du, dass die Eltern dieses Kind dafür bestrafen? Nur weil es einen falschen Schritt gemacht hat? Nein! Sie sagen: „Oh, Kleines, komm hier her, diesen Weg. Komm, komm! Komm zu Papa! Komm hier rüber!“ Nicht wahr? So verhalten wir uns!
„Geh in diese Richtung…!“ Und denkst du, dass Gott schon darauf wartet, dass du einen Fehler machst, damit Er dich bestrafen kann? Aber so denken manche!
Ich glaube, dass sie das denken! Und dann, wie sie reden:
„Ich will wirklich …nichts falsch machen…“ Hör zu: DU WIRST Viele Male! Ich auch, ich auch – oft! Ich mache manchmal alle möglichen wirklich schlimmen Fehler. Aber wisst ihr was? Gott liebt mich. Auch dann, wenn ich gerade Fehler mache.
Ich bin davon überzeugt. Und er segnet mich weiterhin, inmitten all meiner Fehler. Denn es geht immer nur um die Herzenseinstellung. Die Sehnsucht deines Herzens. Ok. In Vers 10 steht: „Dies ist das Verzeichnis von Sems Nachkommen:“ Nun konzentrieren wir uns also auf Sem.
Wahrscheinlich, weil er der Stammvater der Juden ist. „Sem war 100 Jahre alt, als er Arpachschad zeugte. Das war zwei Jahre nach der Sintflut. Danach lebte er noch 500 Jahre und bekam weitere Söhne und Töchter. Arpachschad war 35 Jahre alt, als er Schelach zeugte. Danach lebte er noch 403 Jahre und bekam weitere Söhne und Töchter. Schelach war 30 Jahre alt, als er Eber zeugte. Danach lebte er noch 403 Jahre und bekam weitere Söhne und Töchter. Eber war 34 Jahre alt, als er Peleg zeugte. Danach lebte er noch 430 Jahre und bekam weitere Söhne und Töchter. Peleg war 30 Jahre alt, als er Regu zeugte. Danach lebte er noch 209 Jahre und bekam weitere Söhne und Töchter. Regu war 32 Jahre alt, als er Serug zeugte. Danach lebte er noch 207 Jahre und bekam weitere Söhne und Töchter.“ Seht ihr, wie diese neue Umgebung seinen Tribut in der Lebensspanne der Menschen fordert? „Serug war 30 Jahre alt, als er Nahor zeugte. Danach lebte er noch 200 Jahre und bekam weitere Söhne und Töchter. Nahor war 29 Jahre alt, als er Terach zeugte. Danach lebte er noch 119 Jahre und bekam weitere Söhne und Töchter. Terach war 70 Jahre alt, als er Abram, Nahor und Haran zeugte. Dies ist das Verzeichnis von Terachs Nachkommen: Terachs Söhne waren Abram, Nahor und Haran. Haran war der Vater Lots, er starb noch vor seinem Vater Terach in seiner Heimat Ur im Land der Chaldäer. Abram heiratete Sarai, und Nahor heiratete Milka, die Tochter Harans und Schwester Jiskas. Sarai war unfruchtbar und konnte keine Kinder bekommen. Terach verließ die Stadt Ur, die von den Chaldäern bewohnt wurde. Gemeinsam mit seinem Sohn Abram, seinem Enkel Lot und seiner Schwiegertochter Sarai wollte er in das Land Kanaan auswandern. Sie kamen nach Haran und schlugen dort ihre Zelte auf. Dort starb Terach im Alter von 205 Jahren.“ Sie wollten also nach Kanaan ziehen und sich dort niederlassen, aber sie schafften es nicht und blieben in Haran. 1.Mose 12,1 ff: „Der HERR sagte zu Abram: »Geh fort aus deinem Land, verlass deine Heimat und deine Verwandtschaft und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde! Ich werde dich zum Stammvater eines großen Volkes machen und dir viel Gutes tun; dein Name wird überall berühmt sein. Durch dich werden auch andere Menschen am Segen teilhaben. Wer dir Gutes wünscht, den werde ich segnen. Wer dir aber Böses wünscht, den werde ich verfluchen! Alle Völker der Erde sollen durch dich gesegnet werden.« Wow!
Wisst ihr, das ist das erste Mal, dass wir das hören. Dies ist das Versprechen, dies ist die Verkündigung gegenüber Abram, der später den Namen Abraham bekommen wird. Und aus diesem Grund sehen wir bibeltreuen Christen Israel wie wir es tun. Und die Welt hat größte Probleme, das zu verstehen. Ich habe kürzlich einen Artikel gelesen. Darin stand, dass die evangelikalen Christen zu den größten Unterstützern Israels gehören. Und ich bin nicht ganz sicher, was genau die Welt über unser Verhältnis zu Israel denkt. Aber es ist so, weil wir der Bibel glauben. Darum unterstützen wir Israel. Wir glauben, dass Gott zu Israel sagte, in Person ihres Stammvaters Abram, dass „wer dir Gutes wünscht, den werde ich segnen. Wer dir aber Böses wünscht, den werde ich verfluchen!“ Und Er prophezeite sogar das Kommen des Messias, als Er sagt: „Alle Völker der Erde sollen durch dich gesegnet werden.“ Jeder Mensch auf der Welt wird durch Jesu kommen gesegnet werden. Also, wir sehen hier diese wunderbare Prophetie. Und nochmal, dies ist der Grund, warum es uns Christen so mit Israel geht. Vers 4: „Abram gehorchte und machte sich auf den Weg. Er war 75 Jahre alt, als er Haran verließ. Mit ihm kamen seine Frau Sarai, sein Neffe Lot sowie alle Knechte und Mägde, die sie in Haran in den Dienst genommen hatten. Mit ihrem ganzen Besitz brachen sie in Richtung Kanaan auf. Als sie schließlich dort ankamen, durchzogen sie das Land, das damals von den Kanaanitern bewohnt wurde. Bei Sichem ließen sie sich nieder, in der Nähe der Eiche von More. An dieser Stätte zeigte der HERR sich Abram und versprach ihm: »Ich werde dieses Land deinen Nachkommen geben!« Abram schichtete Steine auf als Altar für den HERRN, dort, wo Gott ihm erschienen war. Dann zog er weiter nach Süden zu dem Gebirge östlich von Bethel. Zwischen Bethel im Westen und Ai im Osten schlugen Abram und die Seinen ihre Zelte auf. Auch hier baute er einen Altar und betete zum HERRN. Dann setzte Abram seine Reise immer weiter nach Süden fort. Im Land Kanaan brach eine schwere Hungersnot aus. Abram zog nach Ägypten, um während dieser Zeit dort Zuflucht zu suchen.“ Ich möchte euch in diesem Vers auf etwas aufmerksam machen: Warum ging Abraham hinab nach Ägypten? Hier steht es ganz deutlich. Denn im Land war eine Hungersnot. Ok? Also, ihr wisst, warum er ging, nicht wahr? Hier steht nirgendwo, dass der Herr zu Abram sagte, er solle nach Ägypten gehen. Das steht hier nicht, oder? Also du, und ich wissen, dass Abram wegen ihrer Lebenslage dorthin zog – Nicht weil Gott es ihm sagte – die Situation war wirklich bedrohlich! Hast du schon mal sehr bedrohliche Lebenssituationen gehabt? War das schon mal beängstigend? Eine der wahrscheinlich schwierigsten Lebenslagen im Leben ist dann, wenn wir Angst bekommen.
Denkt ihr nicht? Ich meine, wenn wir wirklich Angst davor haben, was das Leben bringen könnte. Oder nicht bringenkönnte. In diesen Zeiten machen wir es wie Abram: Wir schauen auf die Umstände, die Probleme, und entscheiden dann, was wir tun werden. Abram: „Ich gehe nach Ägypten. In Ägypten gibt es Nahrung. Hier ist Hungersnot. Also gehe ich nach Ägypten.“ Aber wartet mal, Leute: Was sagte Gott zu Abram, wohin er gehen solle? Genau da, wo er war. Und nun eine andere Frage: Was ist in Gottes Augen eine Hungersnot? Lass es mich anders fragen: Was bedeuten Gott deine Lebensumstände? Sind sie ihm zu viel? Waren Gottes Hände wegen der Hungersnot gebunden? War dieses Problem zu groß für Gott, so dass er nichts tun konnte? Nein! Abram kommt nicht zu Gott und sagt: „Gott, das Essen wird weniger. Aber du hast mich hierhergeführt.“ „Willst du, das ich bleibe? …“ Das tut Abram nicht.
Er sagt nur: „Wir haben eine Hungersnot hier, also, lasst uns gehen. Zeit zu gehen.“ Vers 11: „Kurz vor der ägyptischen Grenze sagte er zu seiner Frau Sarai: »Ich befürchte, du wirst bei den Männern Aufsehen erregen, weil du so schön bist. Wenn dich die Ägypter sehen, sagen sie bestimmt: ›Das ist seine Frau.‹ Dir werden sie nichts tun, aber mich werden sie umbringen, um an dich heranzukommen. Sag doch einfach, du seist meine Schwester, dann werden sie mich bestimmt am Leben lassen und deinetwegen gut behandeln!« Und seht ihr, dass passiert, wenn wir anfangen, unsere eigenen Entscheidungen zu treffen – weg vom Weg, den Gott uns führt. Wir beginnen, auf die Lebensumstände zu reagieren. Auf nebensächliche Reize – und so gehen wir unsere eigenen Wege. Wir bringen uns in Situationen, in denen wir mit Angst reagieren. Seht ihr, ich reagierte mit Angst auf meine Lebensumstände, und nun mache ich es wieder. Wenn du das tust, wird es noch einfacher, es wieder zu tun. Er sagt: „Lass uns nach Ägypten gehen, Liebling. Du bist wunderschön. Da ich nun mit dieser unglaublich schönen Frau verheiratet bin – Ich habe Angst um mein Leben! Diese Leute leben nicht mit Gott. Wenn die dich nur anschauen, dann werden sie mich umbringen, um dich für sich zu haben. So, lass es uns so machen: Erzähl ihnen, dass wir Geschwister sind. Und dann werden sie mich gut behandeln, wegen dir.“ Denn wenn man eine schöne Frau sah und der Bruder war dabei, dann würde man ihm alle möglichen Geschenke geben, um mich dazu zu bringen, dich ihnen zu geben. Was will Abram also, dass seine Frau tun soll? Er will, dass sie lügt, zu täuschen. Und ich weiß, wir werden es später noch lesen: sie sind tatsächlich Halbgeschwister. Es war also keine volle Lüge – Doch, war es. Es war eine glatte Lüge. Vers 14: „Tatsächlich zog Sarai die Aufmerksamkeit der Ägypter auf sich.“ Na toll! Ist es nicht herrlich, wenn deine schlimmsten Befürchtungen wahr werden? Ich meine, ist es nicht einfach wunderbar? Du denkst: MANN! Ich habe mir gedacht, dass es passieren würde, und jetzt IST es auch so! So, die Umstände scheinen dir nun also auch noch zu bestätigen, dass du das richtige getan hast. Seht ihr? Wisst ihr, Leute machen das doch immer wieder. Sie rechtfertigen ihre Taten durch das, was passiert. „Siehst du, was passiert ist. Siehst du! Ich hab es dir gesagt, ich habe gewusst, dass das passieren würde! Und ich hatte doch recht! Hab’s dir gesagt!“ Nun, in Vers 15 steht: „Selbst die Beamten des Pharaos waren beeindruckt und lobten Sarais Schönheit vor ihm. Da ließ er Sarai in seinen Palast holen.“ Und das bedeutete, dass man anfing, Sarai mit allen möglichen Mitteln zu pflegen, um sie zu seiner Nebenfrau zu machen. Aber das konnte auch Jahre dauern. Vers 16: „und überhäufte Abram ihretwegen mit Geschenken: Diener, Schafe, Ziegen, Rinder, Esel und Kamele.“ Er nahm sie und behielt sie. Das ist irgendwie komisch, oder? Erst ist er ungehorsam und dann segnet Gott ihn auch noch! „Pastor Paul, wie kannst du mir das erklären? Wie kann man das verstehen, dass Gott jemanden trotz Rebellion segnet.“ Sowas nennt man Gnade. Es ist Gnade. Vers 17: „Aber der HERR bestrafte den Pharao und seine Familie mit Krankheiten, weil er sich an Abrams Frau Sarai vergriffen hatte. Da rief der Pharao Abram zu sich und stellte ihn zur Rede: »Was hast du mir da angetan? Warum hast du mir nicht gesagt, dass sie deine Frau ist? Warum hast du behauptet, sie sei deine Schwester, so dass ich sie mir zur Frau nahm? Hier, nimm sie zurück! Macht, dass ihr wegkommt!« Er beauftragte Soldaten, die Abram und seine Frau mit ihrem ganzen Besitz zur ägyptischen Grenze zurückbrachten.“ Das ist irgendwie verrückt, nicht wahr? Das ist doch irgendwie eine krasse Geschichte. Aber, Gott segnet diesen Mann inmitten der Rebellion. Gottes Gnade ist wirklich wunderbar. Wir sollten Gott niemals falsch verstehen. Bitte betrachte Gnade niemals als Zeichen, dass Gott etwas gutheißt. Das ist sehr wichtig, dass wir verstehen, dass Gottes Gnade kein Einverständnis bedeutet. Es ist sein unverdientes Wohlwollen – das ist auch alles. Aber wenn du und ich auf unsere Lebensumstände schauen, und wenn wir sehen, wie gnädig Gott war mit uns – die uns überfließt. Dann heißt das nicht, dass er mit allem einverstanden war und es gerne so wollte. Es bedeutet lediglich, dass Gott ein gnädiger Gott ist. Wisst ihr? Wir müssen nach dem Wort Gottes leben, wir müssen gehorsam sein und verstehen, was die Bibel sagt. Aber wir sollten nicht Gnade als Rechtfertigung für unsere Sünde benutzen. Ja? Nicht die Freiheit, die wir haben, als Rechtfertigung für Sünde benutzen. Gott ist sehr gnädig. Er hält lange aus. Aber nochmal: das bedeutet nicht, dass Gott Abrams Handeln guthieß. Und versteht bitte die tiefe Bedeutung dessen, was Abram tat: Sara ist bereits 90 und wird wie durch ein Wunder einen Sohn bekommen – dabei war sie ihr Leben lang unfruchtbar. Und sein Name wird Isaak sein. Und Isaak wird eine Frau heiraten, die Zwillinge gebären wird. Dies werden Jakob und Esau sein. Und von Jakob werden die 12 Stämme Israels kommen, denn Jakob wird auf den Namen Israel umbenannt werden. Und von dem Stamm Juda wird der Messias kommen. Siehst du, was Abram hier tat? Siehst du die Gefahr, nicht nur die, in die er seine Frau gebracht hatte, weil er eigene Kompromisse machte und bereit war, eine Entscheidung aufgrund von Umständen zu machen, anstatt sich von Gott leiten zu lassen. Er brachte nicht nur seine Frau in Gefahr; Er brachte buchstäblich Gottes Erlösungsplan in Gefahr: den Messias zu bringen. Gott hatte Abram bereits gesagt, dass alle Völker auf der Welt durch ihn gesegnet werden. Aber Er sagt nicht, wie das geschehen würde. Ist es nicht witzig mit den Dingen, die wir tun. Manchmal verstehen wir die weitreichenden Konsequenzen nicht. Es ist wirklich wichtig für uns, dass wir nicht auf die Umstände allein reagieren, sondern unser Herz vor Gott ausschütten und beten. Und dass wir Gottes Leitung annehmen, wann wir was tun sollen. Und nicht nur von den Situationen im Leben getrieben zu werden. Wir machen hier Schluss und machen nächstes Mal in Kapitel 13 weiter. So, lasst uns aufstehen und mit Gebet beenden.

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